Produkttest: idrink energy

Heute gibt’s für all die Koffein-abhängigen unter Euch mal wieder einen Energydrink-Test. Ganz im iPhone-Hype habe ich den den idrink energy für Euch getestet. Zuerst zum Offensichtlichen:

Die Verpackung

Wie es sich für einen ordentlichen Energydrink gehört und wir es von den Marktführern Red Bull und Co gewohnt sind kommt auch der idrink in einer schlanken 250ml Dose daher. Optisch ein echter Augenschmaus und passend zum Produktnamen in mattem weiß mit silbergrauer Aufschrift. Auffallend sind die Braille-Punkte (also Blindenschrift wie auf Geldscheinen und Medikamentenpackungen). Die aufgedruckten Punkte sind leider nicht tastbar und gehen damit am Sinn vorbei, aber wenigstens korrekt und damit wohl mehr als Stilelement gedacht als für sehbehinderte – obwohl das mal wirklich eine Neuerung wäre.

idrink in Braille

“idrink” in Braille – findet sich auch auf der Dose, leider aber nicht tastbar also ohne Funktion.

Anders als übliche Energydrink-Dosen ist die Dose des idrink pfandfrei und gehört in die gelbe Tonne, nicht in den Pfandautomaten.

Angenehm: das Füttern des Pfandautomaten mit klebrigen Dosen entfällt, ob die Umwelt nun Pfanddosen-Schredder lieber mag als Grüner-Punkt-Schredder ist die Frage, um die sich die Geister scheiden. Ich persönlich bin ganz froh, dass ich die Dose nachher nicht auch noch wegbringen muss sondern sie im Gelben Recycling-Eimer entsorgen kann.
Umweltgewissen: gut.

idrink im produkttest bei sei ganz du

idrink – optisch ein Augenschmaus und auch geschmacklich echt lecker

Ansonsten ist das Dosen-Design eher unauffällig. Ein großer roter Punkt mit der Bemerkung „Neue Rezeptur – mehr Wirkung als das Original“ macht neugierig, allerdings kannte ich den idrink bisher nicht und mir ist somit auch das Original, von dem hier die Rede ist, nicht bekannt. Wer was darüber weiß kann mir gerne eine eMail schicken, ich will ja nicht dumm sterben 😉

Der Inhalt

Zuerst das Förmliche, die Zutatenliste:

Molkemischerzeugnis (51%), Wasser, Saccharose, Glukose, Säurungs-Mittel: Zitronensäure, Milchsäure, Kohlensäure, Taurin (0,4%), Säureregulator Natriumcitrat, Glucuronolacton (0,12%), Aroma, Farbstoff Zuckercouleur, Koffein (0,032%), Inosit, L-Carnitin, L-Arginin, Vitamine: Niacine, Panthotensäure, Vitamin B6, Vitamin B12.

Ich gebe zu, das Wort „Molkemischerzeugnis“ hat mich anfangs zögern lassen, aber was tut man nicht alles für seine Leser? Und siehe da, ich wurde geschmacklich positiv überrascht. Der idrink ist wirklich lecker, leicht zitronig und schmeckt… nunja… also… wie soll ich sagen… sehr ähnlich wie der rote Bulle. Meinem subjektiven Empfinden zu Folge ist der idrink einiges saurer und hinterlässt ein saures prickeln, fast wie Brause. Ich mag das, mein Co-Tester hat mir die Dose angewidert in die Hand gedrückt und meinte nach dem ersten Schluck „Da nimm, das ist dann wohl Deins!“.

Wie gesagt, ich fands lecker und das war auch nicht mein letzter idrink energy, vor dem Molkemischerzeugnis muss man keine Angst haben, denn der Drink schmeckt überhaupt nicht nach Molke, Milch oder sonst irgendwas in der Richtung. Sehr erfrischen und auch zimmerwarm gut trinkbar. Super übrigens mit Eiswürfeln. 🙂

Die Optik wenn man gerne aus Gläsern trinkt

Nicht jeder schnäbelt seinen Energydrink gerne direkt aus der Dose. Und ich denke jetzt weniger an ausgeprägte Keim-Phobien und die Vorstellung, wie viele Hände die Dose in der Hand hatten und wo die Hände vorher waren, bevor man die Lippen ans Alu drückt und genüßlich los schlabbert (na, immernoch Lust auf Trinken aus der Dose? ;-)) sondern eher an Gelegenheiten, bei denen man das Getränk entweder pur aus dem Glas trinkt oder mit etwas mischen will wie z.B. Vodka oder auch Cola (schmeckt besser als es klingt und ist alhoholfrei). Hier kommt also die Farbe ins Spiel. Farbgebend ist hier ein Zusatzstoff der auf den schönen Namen Zuckercouleur hören würde, wenn er denn hören könnte. 😉 Übrigens ein alter Bekannter aus Getränken wie Coka Cola, dem er seine braune Farbe verleiht. Hier ist weniger davon drin, so dass das Getränk eher bernsteinfarbig und transparent ist und eben nicht Cola-Braun. Macht sich gut im Glas, vor allem mit Eiswürfeln und eisgekühlt. Auch zum Mischen mit Säften kann man den idrink gut her nehmen und verleiht dem Saft eine schöne saure Note. Passt super vor allem in Orangensaft, Kirschsaft oder Maracuja, wobei letzterer schon ziemlich viel Säure mitbringt, also vorsichtig dosieren, sonst zieht sich Euer Shirt an Stellen, an denen Ihr es lieber nicht haben wollt 😉

Weniger lecker fand ich die Mischung mit Bananensaft, aber das liegt wohl eher daran, dass ich nicht so der Bananenfan bin. Ehrlich gesagt fand ich idrink pur immer noch am besten.

Der Gesundheitsfaktor

Es sind Vitamine drin, also ist der Drink auch gesund? Nu mal langsam! Vitamine sind drin, richtig. Das ist auch kein Fehler, denn Koffein braut Vitamine ab bzw. vermindert deren Aufnahme. Laut Zutatenliste sind je 100 ml folgende Vitamine enthalten:

  • Niacin: 8,00mg
  • Vitamin B6: 2,00mg
  • Vitamin B12: 2,00mg
  • Panthotensäure: 2,00mg

Damit ist der Drink keine Vitaminquelle, aber Vitamin drin ist besser als kein Vitamin drin, also positiv zu bewerten. Ansonsten gehen ja immer wieder Horrormeldungen von Energydrinks durch die Presse – daher an dieser Stelle der Hinweis: Bitte auch diesen Energydrink in Maßen genießen und vor allem beim Kombinieren mit Alkohol vorsichtig sein! In manchen Ländern ist der Genuß für unter 18 jährige verboten – auch auf der Dose findet sich ein Warnhinweis. Dass das in Deutschland nicht so ist sollte nicht dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche Energydrinks trinken sondern eher dafür, dass Erwachsene ein Auge drauf haben, ihren Nachwuchs vernünftig zu ernähren. Koffein (übrigens bei allem Energy-Gedanken immer noch ein Nervengift) in rauhen Mengen gehört nicht dazu.

Doch weiter im Test:

Spannend ist auch noch der Gehalt an L-Carnitin, denn letzteres ist ein sogenannter Biokatalysator oder, genauer gesagt ein Rezeptormolekül für die Fettverbrennung. Funktionell schleust L-Carnitin Triglyceride (Fett) in die Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) ein, wo sie verstoffwechselt werden können. Da L-Carnitin aber wie gesagt ein Katalysator ist wird er auch nicht verbraucht. Die Theorie, dass L-Carnitin beim Abnehmen hilft, hält sich trotzdem und naja, schaden tut’s sicher nicht. In der Natur ist L-Carnitin vor allem in Fleisch vorhanden, daher auch der Name.

Außerdem enthalten ist L-Arginin. Als sogenannte semiessentielle Aminosäure kann der Körper L-Arginin selbst bilden, jedoch reicht die Menge meist nicht aus. Vor allem bei Stress und bei körperlicher Anstrengung wird mehr L-Arginin verbraucht als der Körper bilden kann. Daher macht es sehr wohl Sinn, einem Energy-Drink, den wir ja meist in Situationen konsumieren, in denen wir unter Druck stehen, L-Arginin zuzumengen. Außerdem erzeugt das enthaltene Koffein ja auch “Stress” und dadurch wird L-Arginin verbraucht. Gute Idee also, wenn der Energydrink die Aminosäure gleich mitbringt. Wie viel im idrink enthalten ist steht leider nicht auf der Packung, aber auch hier gilt wohl das Gleiche wie für die Vitamine: besser enthalten als erst gar nicht drin.

Ein Lob für die Gesamtzusammenstellung des idrink energy gibts auf jeden Fall, denn die Inhaltsstoffe sind funktionell aufeinander abgestimmt und machen Sinn.

Die Wirkung

Ich fand die anregende Wirkung sehr angenehm. Die entfaltet sich nicht ganz so langsam wie das Guarana-Koffein, zum Beispiel aus Nature Energy Red Berry Acai, aber auch nicht so schnell und heftig wie bei anderen künstlichen Koffeinquellen. Als anregender Energydrink also durchaus geeignet, vor allem wenn man bei anderen Energydrinks mit künstlichem Koffein schnell hibbelig wird.

Sonstige Angaben auf der Packung

Neben der URL des Herstellers bzw. zur Produktseite www.idrink-energy.com findet sich auf der Packung noch der Hinweis, dass das Getränk für Kinder, schwangere und koffeinempfindliche Personen nicht geeignet sei. Außerdem noch „in geringen Mengen konsumieren“.

Was ich nicht finden kann ist eine Angabe, wie viel Koffein je 100ml das Getränk denn nun wirklich enthält, dabei dachte ich immer, diese Angabe sei seit Kurzem in Deutschland verpflichtend? Hmmm… ob ich von der Firma jetzt einen Jahresvorrat bekomme, weil ich das gemerkt habe, die schnell die Verpackung ändern und damit teuren Abmahnungen entgehen können? Wäre erfreulich, wird aber wahrscheinlich nicht passieren. Falls doch erfahrt Ihr es hier als Erste 😉

In diesem Sinne: lasst es Euch schmecken, das Getränk. Schmeckt gut, wirkt gut und passt optisch zum iphone 😉

Weitere Infos findet Ihr auf der dazugehörigen Website “myidrink.com” und natürlich gibts auch eine idrink-Fansite bei Facebook. Ach ja – ich habe den idrink nicht von der Firma bekommen, habe den einfach interessehalber selbst gekauft und bezahlt. Die Links vermerke ich, weil sie dazu gehören.

Übrigens soll es laut der Website des Vertreibers noch weitere idrinks geben. Leider konnte ich diese nicht für Euch testen, denn ich habe die anderen Geschmacksrichtungen bisher noch nirgends finden können. Theoretisch gibts die bei ecenter nur leider ist die freudige Kunde wohl noch nicht bis vor die Tore von Stuttgart gekommen, denn hier gibts nur idrink energy und das wars auch schon.

Schade, denn wie gesagt, ich fand den Drink eigentlich sehr gut, erfrischend, spritzig, nicht zu viel und nicht zu wenig Kohlensäure, eine nagenehme Geschmackskomposition ohne die viel zu oft bei Energydrinks angetroffene “Aufgelöster Kaugummi”-Assoziation. Die anderen Produkte aus dem Hause idrink würden mich daher schon interessieren. Wer weiß, wo man die im Raum Stuttgart her bekommt kann und soll mir gerne eine eMail schicken. 🙂

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Wichtige Infos

Alle hier geschriebenen Artikel, Tipps, Produkttests und sonstiges habe ich nach bestem Wissen geschrieben. Für die Umsetzung von Ratschlägen, Ideen, Rezepten, Tipps etc. ist aber jeder selbst verantwortlich.

Wenn was nicht funktioniert, nicht schmeckt oder unpraktisch ist könnt Ihr mir das gerne mitteilen, ich freue ich über Feedback.

Die Produkttests spiegeln meine subjektive Meinung oder die weiterer Testpersonen wieder. Sie stellen keine absolute Aussage über die Qualität, die Güte, die Verwendbarkeit, den Geschmack, Geruch, musikalische Qualität, künstlerische Tiefe oder sonstige Eigenschaften des beschriebenen Produkts, Films, Buchs, Bildes oder was auch immer beschrieben wurde dar. Wer’s genau wissen will testet selbst, denn was mir beispielsweise nicht schmeckt kann jemand anderer schon lecker finden und womit ich nicht zurecht komme findet jemand anderer vielleicht end-praktisch. ;-)

Medizinische oder rechtliche Tipps und Infos sind keine Medizin- oder Rechtsberatung. Wer einen Arzt oder Tierarzt braucht geht bitte zu einem solchen und für Anwälte gilt das gleiche. Hier gibts Tipps, nicht mehr und nicht weniger.

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